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Das STOP-Prinzip: Dank Vorsorge weniger Sorgen

Das STOP-Prinzip: Dank Vorsorge weniger Sorgen

Weniger Sorgen durch eine gute Vorsorge – mit dem STOP-Prinzip können Unternehmen das schaffen. Das STOP-Prinzip hilft, präventive Sicherheitsmassnahmen in der richtigen Reihenfolge umzusetzen. 

 
Was bedeutet STOP? 
Um Notfälle zu verhindern, bedarf es für die Arbeitssicherheit bestimmter präventiver Schutzmassmahmen. Das STOP-Prinzip sortiert diese Handlungen für Firmen und Unternehmen in einer bestimmten Reihenfolge je nach Wirkungsqualität, um eine ermittelte Gefährdung so früh wie möglich wirkungsvoll zu neutralisieren. Die einzelnen Buchstaben stehen dabei für jeweils verschiedene Arten von Schutzmassnahmen und die Reihenfolge der Aufzählung entspricht zugleich der Rangfolge der durchzuführenden Massnahmen: 
  
1. S = Substitution 
2. T = Technische Schutzmassnahmen 
3. O = Organisatorische Schutzmassnahmen 
4. P = Personenbezogene Schutzmassnahmen 
    
Um die Gefährdungen mit viel Übersicht und Vorstellungsvermögen ermitteln zu können, ist in manchen Fällen ein Blick von aussen, zum Beispiel durch einen externen Auditor oder Berater nötig, der mit den Verantwortlichen einen Sicherheitsrundgang durch das Unternehmen und eine Gefährdungsbeurteilung macht. 
  
STOP-Prinzip: Die vier Schutzmassnahmen erklärt 
Sind die Gefährdungen ermittelt und bestimmte Massnahmen sollen getroffen werden, ist das STOP-Prinzip für den Arbeitsschutz eine große Hilfe. 
 
S= Substitution 
Die beste Massnahme ist natürlich immer, die Gefährdung zu vermeiden oder ganz auszuschalten. Das passiert beispielsweise, wenn man eine Maschine anschafft, die eine solche festgestellte Gefährdung von vornherein ausschliesst. Oder man ersetzt (substituiert) gesundheitsgefährdende Gefahrstoffe oder Chemikalien durch harmlosere und ungefährlichere. Das Ergebnis: Vergiftungen, Verbrennungen oder Verätzungen durch diese Stoffe können verhindert werden und weitere Massnahmen sind unnötig. 
 
T = Technische Massnahmen 
Wo eine Substitution nicht möglich ist, muss die Gefährdung so gering wie möglich gehalten werden. In der Regel sind dabei technische Massnahmen für den Arbeitsschutz am wirksamsten. Zum Beispiel geschieht dies durch geschlossene Systeme, ein Gefahrstofflager mit Auffangwanne, die Kühlung eines Motors, Abschrankungen zu Maschinenlagern oder Lichtschranken an beweglichen Maschinenteilen. 
 
O= Organisatorische Massnahmen 
Durch diese Lösungen sollen Gesundheitsrisiken durch das Herabsetzen von Intensität und Dauer der Exposition mittels arbeitsorganisatorischer Massnahmen am Arbeitsplatz minimiert werden. Es erfolgt beispielsweise eine Überprüfung aller Treppen auf die Ausstattung mit Handläufen, Mitarbeiter werden informiert und sensibilisiert, diese auch zu nutzen. Es folgen Instruktionen an Instandhalter, dass Maschinen gegen unerwartetes Anlaufen gesichert sein müssen, bevor sie daran arbeiten. Defibrillatoren werden optimal platziert, Sanitätsräume und Betriebsapotheken sowie deren Ausstattung werden regelmässig kontrolliert. Oder es wird sichergestellt, dass der Fussweg zum Betrieb im Winter bereits vor Arbeitsbeginn von Schnee und Eis befreit ist. 
 
P= Personenbezogene Massnahmen 
Bestehen trotz aller ersetzenden, technischen und organisatorischen Massnahmen weiterhin noch Gefährdungen, müssen die personen- und verhaltensbezogenen Massnahmen definiert werden. Dazu gehören zum Beispiel persönliche Schutzausrüstungen (PSA), passende Helme, Schutzbrillen, Sicherheitsschuhe und mehr. Auch die Schulungen der Mitarbeiter rund um den korrekten Einsatz dieser PSA gehören dazu.   
 
Massnahmenpakete für beste Ergebnisse 
Auf den ersten Blick erscheint das Vorgehen nach diesen Regeln recht einfach. Doch meist ist die Umsetzung mit viel Aufwand und der Kombination von mehreren Massnahmen verschiedener Art verbunden. 
  
Das Wichtigste ist wirklich, die Prozesse zu sichten und zu hinterfragen, um im besten Fall mit der Substitution und der Umstellung von Arbeitsprozessen bereits eine hohe Arbeitssicherheit zu verschaffen. Das funktioniert am besten im Team. Diese kooperative Prozessanalyse bringt gute Ergebnisse und das Unternehmen hat mit dieser Arbeitsweise und -sicherheit zudem beste Chancen zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben. 
  
Wenn doch mal etwas passiert... 
Ganz gleich, wie viel Vorsorge getroffen wird, hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Ein Notfall tritt zwar nur selten ein, doch für den Fall der Fälle ist es wichtig in Sachen Erste Hilfe gut vorbereitet zu sein. Die Anschaffung einer guten Betriebsapotheke gehört folglich nicht nur zu einer guten organisatorischen und personenbezogenen Vorsorge. Vielmehr ermöglicht sie auch eine gute Nachsorge. 
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