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Rückenschmerzen – warum es zwickt

Rückenschmerzen – warum es zwickt

Fast der Hälfte der Schweizer Bevölkerung schmerzt der Rücken. Rückenschmerzen können zwar auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, aber meistens sind sie harmlos und mit etwas Zeit, einer Massage oder einem wärmenden Balsam gelindert.

 

In rund 90 Prozent aller Fälle verschwinden Rückenschmerzen nach ein paar Tagen oder Wochen wieder. Ein Arztbesuch ist meistens nicht erforderlich, kann aber auch dringend nötig sein. Wir stellen Beispiele für diverse Ursachen vor:

 

Hexenschuss (Lumbalgie)

Ein Schmerz im Lendenbereich, der aus vollkommener Beschwerdefreiheit ganz plötzlich einschiesst. Meistens wird er ausgelöst durch eine Dreh-, Bück- oder Aufstehbewegung oder durch falsches Heben schwerer Lasten. Der Muskel verhärtet sich sofort und der Schmerz führt zu einer Verspannung, die wiederum noch mehr Schmerzen bewirkt. Hier können Schmerzmittel und wärmende Produkte helfen.

 

Ischias (Ischialgie)

Diese Schmerzart entsteht durch eine Reizung des Ischiasnervs und reicht vom Rücken bis zu den Füssen. Ursachen für eine Ischialgie können verspannte Muskeln sein, aber auch eine Entzündung, ein Bandscheibenvorfall oder sogar ein Tumor.

 

Bandscheibenvorfall (Diskushernie)

Ein Stück der Bandscheibe wird zwischen den Wirbelknochen hervorgequetscht und drückt auf einen Nerv. Hauptsächlich ist dabei der Lendenbereich betroffen, manchmal die Halswirbelsäule oder selten auch der Brustwirbelbereich. Die Schmerzen können bis in Fuss oder Arm ausstrahlen, zusätzlich kann sich ein Gefühl von Taubheit oder Kribbeln einstellen. Bei Lähmungserscheinungen oder einem Kontrollverlust über Blase oder Darm ist der Weg zum Notfallarzt verpflichtend.

 

Nackenverspannung

Nackenschmerzen werden meist durch eine Verkrampfung und Verhärtung der Muskulatur verursacht, die aus körperlicher Überbelastung, einer Fehlhaltung, Durchzug oder einem Sturz resultieren kann. Wärmende Produkte können helfen – eine notfallmässige ärztliche Behandlung wird jedoch nötig, wenn Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen in Armen und Händen auftreten.

 

Erweiterung der Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma)

Rückenschmerzen können sogar von der Bauchaorta ausgehen. Vor einem drohenden Einriss können Symptome wie Bauchschmerzen, Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine, Harndrang oder Lähmungserscheinungen in den Beinen häufig erst spät erkannt werden. Bei einem Riss verspürt der Patient einen plötzlichen, schneidenden Schmerz, oft gefolgt von einem Kreislaufzusammenbruch – es besteht Lebensgefahr durch inneres Verbluten.

 

Grundsätzliche Ratschläge

Dennoch sind die meisten Rückenschmerzen zwar schwer erträglich, aber nicht gefährlich. Ein Spaziergang hilft dann häufig mehr als Bettruhe oder langes Liegen und Sitzen. Auch leichte Bewegungs- und Dehnübungen sind hilfreich. So lange die Schmerzen andauern, sollte man jedoch nicht schwer heben oder tragen und auch keine Kraftübungen für den Rücken ausüben. Schmerzmittel können unterstützen, genauso wie eine Massage, ein warmes Bad oder ein wärmender Balsam. Das fördert die Durchblutung und lockert verhärtetes Gewebe.

                                                                                                                  

Wenn die Schmerzen trotzdem stärker werden, nach einer Woche nicht nachlassen, sie bis in den Fuss oder Arm ausstrahlen und Lähmungen oder Gefühlsstörungen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dasselbe gilt, wenn die Schmerzen in der Nacht auftreten oder stärker werden, wenn man zusätzlich Fieber oder Schüttelfrost hat, wenn man ungewollt stark an Gewicht verliert oder wenn die Schmerzen nach einem Unfall auftreten. Ist die Blasen- oder Darmleerung gestört – dann ist es sogar ein Fall für den Notarzt.

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